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Abschied Frieder Grau

Der Direktor der Karlshöhe und Vorsitzende des Vorstands des ABL e.V. Frieder Grau hat sich in den Ruhestand verabschiedet.

Seit 2002 war Frieder Grau Direktor der Karlshöhe und damit verantwortlich für rund 600 Mitarbeiter und 900 Bewohner der Karlshöhe.10 Jahre lang hatte Frieder Grau für die Karlshöhe den Vorsitz im Vorstand des ABL e.V. inne. In dieser Funktion war er auch den Theo-Lorch-Werkstätten eng verbunden. Am 9.März wurde er vom Vorstand des ABL e.V. und der Theo-Lorch-Werkstätten gGmbH, einigen Vertretern der Mitgliederversammlung und der Geschäftsführung der Theo-Lorch-Werkstätten gGmbH verabschiedet.

ABL-Vorstandsmitglied Edwin Lang lobte in seiner Rede Frieder Graus Art zu führen und seinen Weitblick Neues auszuprobieren, ohne dabei die „Behinderten“ aus dem Focus zu verlieren. Herr Grau habe ihn immer wieder dazu gebracht manches aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Herr Lang bedankte sich für die gute Zusammenarbeit im Vorstand und lobte ihn für sein großes Engagement und die gute Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung Herrn Vonhoff und Herrn Knoll.

Die Feierlichkeiten waren im vollen Gange, da „platzten“ einige sehr geschäftige Darsteller der Theatergruppe aus dem Standort Bietigheim in den Besprechungsraum. Ohne die Gäste zu beachten, hieß „Martha“, die Hauswirtschafterin (gespielt von Rosi Wolf, Theaterleiterin) ihre Gehilfin „Elfriede“ (gespielt von Nadine Frauendienst) an, da drüben abzustauben und sauber zu machen. Mit dabei waren der Hausmeister „Egon“ (gespielt von Herbert Bürger) und sein Gehilfe „Max“( gespielt von Michael Görick). Max und Egon kümmerten sich um die Tischplatte die anscheinend locker war.

Sie musste noch vor dem Empfang für Herrn Pfarrer Grau gerichtet sein  “net das do was passiert…“ stellte Hausmeister Egon besorgt fest. Die Menschen die schon im Raum waren wurden teilweise gleich mit zu Putzhilfen, mussten das Sektglas halten damit Elfriede abstauben konnte und die Schuhe eines Gastes, die nicht ganz zur Zufriedenheit der Hauswirtschafterin geputzt waren, wurden sorgfältig von Elfriede abgestaubt.

Die Hauswirtschafterin und der Hausmeister unterhielten sich während sie ihre Arbeiten pflichtbewusst ausführten. Egon wusste nämlich nicht für wen dieser Empfang stattfinden sollte und im Gespräch mit Martha erfuhr er dass Pfarrer Grau in Rente geht und die Karlshöhe verlassen wird. Und das obwohl „die Karlshöhe so a schees Pflaster isch, a so tolle Einrichtung isch des und die Leut fühlet sich elle wohl… und die Landschaft dort...“ bedauerte Hausmeister Egon. Während Max und Elfriede fleißig und ruhevoll ihre Arbeiten quer durch den Raum und zwischen den Gästen erledigten. Martha, die sich immer wieder von Elfriede bestätigen lies: „gell, Elfriede, des isch so…“ und dies mit einem, teilweise genervten „Ja“ beantwortete, erzählte auch von den Plänen des Herrn Pfarrers und dass er mit seiner Frau nach Stumpenhof zieht.

Doch plötzlich entdeckte Martha den Herrn Pfarrer Grau höchstpersönlich. Sichtlich peinlich besprachen die vier die unangenehme Situation und beschlossen Herrn Grau alles Gute zu wünschen. Nun war es leider so, dass die vier Fleißigen ja kein Geschenk besorgt hatten. Kurzentschlossen schenkte Martha ihr gutes Vesper ein „rechts Wurscht Brot“, auch Elfriede holte aus ihrer Schürzentasche ein Karotte heraus die sie herzlich gerne dem Herrn Pfarrer überreichte. Ein Hausmeister denkt praktisch, der Herr Pfarrer war ja kurz vor dem Umzug, also gab’s einen kleinen Schraubenzieher. Und Max wollte sich auch großzügig zeigen und zauberte eine kleine Schnapsflasche aus seinem Hausmeisterkittel um sie Herrn Pfarrer Grau zur Stärkung übergab. Nachdem dann geputzt war und alle guten Wünsche für den Ruhestand gesagt waren, verabschiedeten sich die vier  und waren so schnell wieder verschwunden wie sie gekommen waren.

Das Schlusswort gebührte Frieder Grau, der sich ebenfalls für die gute Zusammenarbeit bedankte und betonte, dass ihm die Arbeit im ABL und den Theo-Lorch-Werkstätten immer viel Freude gemacht habe.