Aktuell

Gestapelte Busse?

Jedes Jahr im Frühsommer, wenn sich die Reisebusse in der Zufahrt fast schon stapeln, dann weiß jeder, es ist wieder soweit: Ausflugs-Zeit.


Inzwischen sind die Theo-Lorch-Werkstätten so groß, dass es sage und schreibe 10 Ausflugstermine gibt, damit alle Beschäftigten einmal an die Reihe kommen. Darum ist es auch kein Wunder, dass die ersten Ausflüge schon im Mai stattfinden und die letzten erst im September. Schließlich will alles organisiert sein: das Ziel, der Eintritt, die Fahrt dorthin, das Essen. Eine reife Leistung, die die Sozialdienste da jedes Jahr stemmen. Sogar ein Ausflug für Leute, die nicht ausfliegen wollen gibt es. Der findet dann am Standort statt.

Dieses Jahr waren die Ludwigsburger die ersten, die sich auf den Weg machten. Die Ausflügler konnten wählen zwischen einem Besuch im Planetarium oder im Landesmuseum in Stuttgart. Die Vorführung im Planetarium war sowohl für die Beschäftigten aus dem Arbeitsbereich als auch die Betreuten aus dem Förder- und Betreuungsbereich gut geeignet, da sie in leichter Sprache stattfand.

Das Landesmuseum war auch für Rollstuhlfahrer gut zu erreichen. Außerdem war es keine trockene Führung, sondern es gab Dinge, die angefasst werden durften, wie zum Beispiel ein Helm oder ein Messer aus Stein. Das machte Alles gleich lebendiger. Das höchste Lob gab es von zwei Beschäftigten: „für mich als Rollstuhlfahrer war toll, dass ich an einer Führung teilnehmen konnte. Oft habe ich gar keine Chance, weil ich mit meinem Rollstuhl nicht reinkomme. Ich würde gerne mal wiederkommen.“ Sein Kollege ergänzte „ich bin Autist und fand die Führung sehr interessant; besonders das Römische Reich hat mich beeindruckt. Ich finde es wichtig, dass die Lebenswelt von früher für alle Menschen zugänglich ist.“ Ein großes Dankeschön an das Planetarium und das Landesmuseum, die sich optimal auf den Besuch der Theo-Lorch-Werkstätten vorbereitet hatten.

Nach einem Mittagessen in Carls Brauhaus am Schlossplatz ging es dann auch schon wieder zurück nach Ludwigsburg

Wilde Touren für das Bottwartal

Eigentlich müsste der Standort Bottwartal gar keinen Ausflug machen, ist doch Großbottwar selbst schon wie Erholung: mitten in den Weinbergen gelegen, malerische Burgen auf der Anhöhe. Allerdings wäre das ja unfair. Gerecht muss es schon sein. Darum darf auch der jüngste Standort jährlich seinen Ausflug machen. Die Beschäftigten können sich einbringen in die Vorbereitung und Vorschläge machen, wo es denn hingehen soll. Ein heißer Kandidat ist immer wieder Tripsdrill mit den vielen verschiedenen Fahrgeschäften, die man bis zum Abwinken fahren kann.

Da die Großbottwarer sich einen der heißesten Tage des Jahres ausgesucht hatten, machten sie davon auch rege Gebrauch. Viele der Attraktionen haben nämlich mit Wasser zu tun – wie das Waschzuber-Rafting oder die Badewannen-Fahrt. Dass es dabei manchmal heftig spritzt und der eine oder andere nass wurde sorgte für viel Gelächter und war auch gewünscht. Die kurzen Duschen führten bei der Hitze immer wieder zu willkommener Abkühlung. Zwischendrin beim Essen für Stärkung gesorgt und dann gleich wieder auf die Bahn. Da verging die Zeit wieder wie im Flug und als es dann hieß „der Bus kommt“ war die einhellige Meinung „die Zeit war wieder viel zu kurz.“