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Läuft weiter...

…dieses Mal aber ohne Regen, auch wenn es auf der Kippe stand. Der Theo-Lorch-Werkstätten-Handicap-Lauf beim Run & Fun Day des Bottwartal Marathons hat in seiner vierten Auflage zum ersten Mal zwar keinen strahlenden Sonnenschein erlebt, aber die Läufer haben beim Zieleinlauf so gestrahlt, dass es nicht weiter auffiel.

In diesem Jahr waren einige Dinge anders, was den einen oder anderen ein bisschen aus dem Konzept brachte. Der Stand der Theo-Lorch-Werkstätten war nicht an der gleichen Stelle wie in den letzten Jahren. Aber da wir dieses Mal ein Zelt mit Aufschrift dabei hatten, haben die Theo-Lorch-Läufer den Weg trotzdem zu uns gefunden. Das war auch wichtig, denn hier gab es die Starternummern. Da kam dann die nächste Neuerung: Die Zeiterfassung ist jetzt als kleiner Transponder in der Starternummer integriert. Das ist für das Organisationsteam des Bottwartal-Marathons mit Sicherheit eine große Arbeitserleichterung. Früher mussten immer Starternummern und Transponder ausgegeben werden. Nach dem Rennen dann die Transponder wieder eingesammelt werden. Bei über viertausend Teilnehmern in zwei Tagen kommt da was zusammen.
Die wichtigste Änderung war jedoch die Streckenführung: anders als in den Vorjahren, mussten die Läufer erst eine ganze Stadionrunde rennen um dann erst aus dem Stadion auf die Strecke zu gehen und anschließend wieder ins Stadion zurück ins Ziel. Der eine oder andere wähnte sich schon am Ziel, als er nach der ersten Runde wieder durch das Start-Ziel-Tor lief. Darum gaben sie nochmal alles, setzten zum Endspurt an, feierten schon ein wenig – um dann festzustellen, dass das Rennen noch nicht vorbei war. Aber ein echter Läufer gibt nicht auf. Da wurden noch einmal die letzten Reserven mobilisiert und dann ging es weiter auf der Strecke und beim zweiten und echten Zieleinlauf war das Strahlen dann umso größer.

Mit Anton Reinhardt und Berfin Budak war sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen die Paul-Aldinger-Schule auf dem ersten Rang. Die besten Läufer der Theo-Lorch-Werkstätten waren Ayse Ünal auf Platz 2 bei den Frauen und Klaus Engelhardt auf Rang 5 bei den Herren. Wobei das Ergebnis ja ein wenig verfälscht ist, was aber auch irgendwie wieder positiv ist. Denn ganz im Sinne der Inklusion liefen dieses Mal Menschen mit und ohne Behinderung mit. So wie Thomas Reusch-Frey, Landtagsabgeordneter der SPD, der wahrscheinlich für den Endspurt des Landtagswahlkampfs 2016 noch Kondition braucht. Oder die Familie von Ayse Ünal: die Zweitplatzierte bei den Frauen hat Geschwister und Neffen und Nichten mitgebracht. So wurde der Lauf zu einem Familientreffen. 
Das Walking-Team aus Bietigheim, das seit dem ersten Lauf dabei ist, war auch wieder mit am Start. Sie haben sich gegenüber 2014 in den Zeiten deutlich verbessert: Larissa Freihofer brauchte mehr als eine Minute weniger für die 1,5 Kilometer und Benjamin Höschele konnte gegenüber dem Vorjahr sogar 2 Minuten und 21 Sekunden gut machen. Da das Feld dieses Jahr aber so stark war, reichte die tolle Zeit zwar vielleicht nicht, sich in der Gesamtplatzierung zu verbessern, aber persönliche Bestzeit gelaufen zu sein, ist dann doch mehr wert.
So ähnlich ging es auch Dietrich Vonhoff am zweiten Tag des Bottwartal-Marathons. Gegenüber dem Vorjahr hat er seine eigene Zeit beim 10 Kilometer Nordic Walking Lauf um 10 Sekunden unterboten. Trotzdem reichte es statt auf den 2. Platz – wie in 2014 – dieses Mal nicht aufs Treppchen. Zumindest kann sich der Geschäftsführer der Theo-Lorch-Werkstätten damit trösten, dass er sehr fitte Mitarbeiter hat: Christoph Dehlinger war dieses Jahr nämlich schneller als er und machte beim Nordic Walking Lauf den 3. Platz – direkt vor seinem Chef. Der Chef nahm es aber sportlich und überlegt jetzt nur, ob er für nächstes Jahr vielleicht doch mehr trainieren sollte. 
Überhaupt trainieren. Das wäre das Thema für den Staffel-Marathon. In den vergangenen Jahren waren immer zwei Staffeln der Theo-Lorch-Werkstätten vertreten. Dieses Jahr hat es nur zu einer gereicht und das auch nur, weil sich zusätzlich noch einige Angehörige von Mitarbeitenden bereit erklärt haben, für die Theo-Lorch-Werkstätten zu starten. Darum vielen Dank an alle Läufer des Staffel-Laufes, für Ihren Einsatz für die Theo-Lorch-Werkstätten. 
Und alle anderen sollten vielleicht mal wieder ein ernstes Wort mit Günther reden. Sie erinnern sich? Günther, der innere Schweinehund… Sie haben jetzt ja noch knapp 365 Tage um Günther wieder in den Griff zu bekommen. Damit Sie sich den Termin schon mal eintragen können: 2016 findet der Bottwartal-Marathon am 15. und 16. Oktober statt. Also dann viel Erfolg beim Kampf gegen Günther. 

Es gab noch viel mehr tolle Platzierungen: 
zweite und dritte Plätze bei verschiedenen Strecken. Unter http://www.abavent.de/anmeldeservice/bottwartalmarathon2015/ergebnisse können Sie die Ergebnisse auch nach Firmen gefiltert anzeigen lassen. Dann können Sie sehen, wer sich für die Theo-Lorch-Werkstätten ins Zeug gelegt hat.