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Neue Räume, neue Leitung - und eine gute Nacht

Neue Räume, neue Leitung – und eine gute Nachricht KoBV und UB sind in die Hohenzollernstraße umgezogen

Veränderung tut gut. Das gilt auch für unseren Bereich Teilhabe Arbeit. Seit 1.4.2016 haben die Maßnahmen KoBV und UB eine neue Heimat: Sie sind unter das Dach der Rehawerkstatt in der Hohenzollernstraße gezogen. Nach dem Umbau wurden die neuen, schön gestalteten Räume bei einem Einweihungsumtrunk mit Kuchen (gebacken vom BBB in Bietigheim – sehr lecker!) für die MitarbeiterInnen im Hause gefeiert.

Die alten Räume sind nach monatelangem Umbau kaum wiederzuerkennen. Aus dem Montage- und Produktionsraum des Berufsbildungsbereiches im Untergeschoss entstanden ein

Besprechungsraum, ein EDV-Schulungsraum mit 4 PC-Plätzen und ein großer Allzweckraum mit Platz für ca. 12 Personen. In den hellen und ansprechenden Räumen fühlt sich jeder wohl. 

Die neuen Räume können von MitarbeiterInnen und Beschäftigten genutzt werden

Die gute Nachricht: Allen im Haus stehen diese attraktiven Räume offen. Und auch alle MitarbeiterInnen und Beschäftigten der Theo-Lorch-Werkstätten können sie ganz einfach über das System buchen. Denn die Maßnahmen füllen sich erst zum September wieder ganz. Außerdem sollen die Teilnehmenden möglichst viele praktische Erfahrungen sammeln und Praktika in Firmen des ersten Arbeitsmarktes absolvieren.

Auch personell gab es eine Veränderung. Herr Stefan Wörn hat die Leitung des Bereiches Teilhabe Arbeit von Herrn Schieder übernommen. Aber er arbeitet auch weiterhin in der KoBV -Maßnahme als Qualifizierungstrainer innerhalb des bewährten Teams.

KoBV und UB – was war das gleich noch mal?

Klingt kompliziert, ist aber eigentlich ganz einfach: KoBV bedeutet „Kooperative Bildung und Vorbereitung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt“. UB steht für „Unterstützte Beschäftigung“.

Beide Maßnahmen unterstützen die Teilnehmenden im Auftrag der Agentur für Arbeit dabei, eine reguläre Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu finden. Die Teilnahme an der Maßnahme biete ihm „eine neue Hoffnung“, so schön formulierte es ein junger Mann aus UB.

Im Rahmen der Maßnahmen werden die Teilnehmenden intensiv vorbereitet, beraten und unterstützt, damit sie einen passenden Arbeitsplatz finden. Wichtig sind die persönlichen Stärken und die bisher gesammelten Erfahrungen. Daraus werden Wünsche und realistische Möglichkeiten entwickelt. Praktika zeigen, ob Teilnehmende und Arbeitsbereich zueinander passen. Durch Jobcoaching werden ausbaubare Fähigkeiten trainiert. Das Ziel ist es, einen festen Vertrag zu bekommen.

Die Maßnahmengruppe hilft – und auch ein bisschen Glück

Dieser Weg braucht seine Zeit und verläuft selten geradlinig. Oft machen sich die Teilnehmenden Hoffnung – und werden dann doch enttäuscht. Umso wichtiger ist es, sich neu zu motivieren, durchzuhalten und auf die persönlichen Fähigkeiten zu vertrauen. Ein großer Halt dabei ist die Maßnahmengruppe. Sie trifft sich jeden Mittwoch in der Maßnahme UB zum sogenannten Projekttag im neuen Allzweckraum.

„Gute Themen“ (Zitat eines Teilnehmenden) sind dort wichtig – zum Beispiel aktuelle politische Geschehnisse (Thema Flüchtlinge) und das persönliche Lebensumfeld (alleine wohnen, Führerschein, Umgang mit Geld). Für den Arbeitsplatz relevante Schulungen werden durchgeführt (Arbeitssicherheit, Bewerbungstraining). Ausflüge ins Theater, in Museen oder auch einfach mal in die Stadtbücherei fördern die kulturelle Teilhabe. Am Nachmittag finden Spiele mit Förderelementen und Einzelgespräche statt. Höhepunkt ist der gemeinsame Jahresausflug von KoBV und UB – dieses Jahr verbrachten wir einen sonnigen und erlebnisreichen Tag in Tripsdrill.

Für die pädagogisch ausgebildeten Fachkräfte ist es eine Herausforderung, allen in der Gruppe gerecht zu werden. Da heißt es, die einen nicht zu langweilen und die anderen nicht zu überfordern. Daraus entsteht eine spannende Dynamik, die einen Projekttag und die Maßnahmen nie eintönig werden lässt.

„Individuell, integrativ, zukunftsweisend“ –  mit diesen Worten beschrieb eine Teilnehmende ihre Maßnahme. Die Teilnehmenden finden „ihren“ Arbeitsplatz in ganz unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen. Oft gehört dazu auch ein kleines Quäntchen Glück. Und zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.

Beate Keller
Qualifizierungsanleiterin UB