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Neuer Auftrag I

Kaffee trinken ist sehr produktiv

Mit Bosch Rexroth verbindet die Theo-Lorch-Werkstätten schon seit vielen Jahren eine gute Zusammenarbeit. Regelmäßig finden Treffen statt, bei denen sich die Zuständigen – Berthold Kuntner von Bosch Rexroth und Günter Hammann für die Theo-Lorch-Werkstätten – bei einer Tasse Kaffee zusammen-setzen und offene Themen besprechen. An einem Freitagnachmittag vor knapp zwei Jahren war es wieder einmal so weit als Berthold Kuntner eher nebenbei erzählte, dass Bosch Rexroth einen Mitarbeiter-Engpass in der Qualitätssicherung bei der Wareneingangskontrolle habe. „Qualitätssicherung machen wir bei uns am Standort Reha-Werkstatt, das wäre sicher auch etwas für uns,“ dachte sich Günter Hammann, der sich zu der Zeit mit der Einführung von QSYS – einem Qualitätssicherungsprogramm – am Standort Reha-Werkstatt beschäftigte. Wie in großen Firmen und bei großen Auftragsvolumina üblich, wurde der Auftrag ausgeschrieben und die Theo-Lorch-Werkstätten waren am Ende diejenigen, die den Auftrag für sich gewinnen konnten.

4000 Artikel werden langfristig von den Theo-Lorch-Werkstätten geprüft

Seit Januar 2017 wird daher bei den Theo-Lorch-Werkstätten stichprobenartig die Qualität der Teile geprüft, die Bosch Rexroth von seinen Lieferanten aus aller Welt erhält. Die Prüfung folgt dabei einem ausgeklügelten Algorithmus. Der Computer gibt vor, wie viele Teile aus einer bestimmten Lieferung zu prüfen sind. Diese Teile kommen in die Reha-Werkstatt und werden dort geprüft. Es findet zum einen eine sogenannte Sichtprüfung (z.B. sind alle Teile im Beutel? Ist etwas abgebrochen?) statt. Zum anderen werden Maßprüfungen gemacht. Das bedeutet, dass für jedes Teil ausgemessen wird, ob die Länge stimmt, die Breite oder die Innenmaße einer Bohrung.

Sind die Teile gut, dann dehnt das Programm von Bosch Rexroth die Prüfintervalle aus. Sprich, die Teile von diesem Lieferanten müssen dann nicht mehr so oft geprüft werden. Sind die Teile fehlerhaft, dann wird der Prüfrhythmus verkürzt, das bedeutet Teile dieses Lieferanten werden in kürzeren Abständen überprüft.
Aktuell werden so ungefähr 800 verschiedene Artikel kontrolliert.

Langfristig sollen es aber circa 4000 Artikel werden, die von den Theo-Lorch-Werkstätten für Bosch Rexroth geprüft werden. Dafür kommt ab Juni zusätzlich ein so genannter Messarm zum Einsatz. Dieser bietet die Möglichkeit der 3-D-Messung. Dabei kann dann unter anderem festgestellt werden, ob Flächen auch
parallel sind.

Der Vertrag zwischen Bosch-Rexroth und den Theo-Lorch-Werkstätten wurde auf 5 Jahre hinaus abgeschlossen. Aber bereits nach 5 Monaten steht fest, dass die Beschäftigten diese Arbeit sehr gerne machen. Ralf Gröchtemeier, Fertigungsleiter am Standort Reha-Werkstatt, bestätigt das: „Das ist eine anspruchsvolle Arbeit, bei der man viel am Computer macht. Außerdem muss man in der Lage sein, Zeichnungsausschnitte lesen zu können. Dadurch, dass es so viele unterschiedliche Teile sind, ist es auch sehr abwechslungsreich und wird von den Beschäftigten sehr gut angenommen.“

Inzwischen wird bereits über einen neuen Auftrag von Bosch Rexroth an die Theo-Lorch-Werkstätten nachgedacht. Aber das ist noch nicht spruchreif. Da müssen die Herren erst noch ein paar Tässchen Kaffee trinken.