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Sportnachmittag Reha-Werkstatt

Traditionell macht die Reha-Werkstatt immer den Auftakt mit den Sportnachmittagen. Während es an den anderen Standorten immer erst im September so weit ist, wird in der Reha-Werkstatt schon im Frühjahr gesportelt.

Ebenso traditionell findet der Sportnachmittag für die Reha mangels Platz nicht am Standort, sondern auf dem Gelände der Jugendfarm statt. Das Gelände ist optimal, um die verschiedene Aktionen durchzuführen: neben den klassischen Dingen wie Dosenwerfen, Fußballturnier und Basketball gab es auch etwas ungewöhnlichere Sportangebote wie Slackline und Leitergolf. Während die Slackline – das ist das Gummiband, das zum Balancieren zwischen zwei Bäume gespannt wird  – schon recht bekannt ist, ist Leitergolf doch erklärungsbedürftig.

Im Prinzip hat man ein Gestell, das aussieht wie eine Leiter mit Sprossen. Jeder Sprosse sind Punktzahlen zugeordnet. Jeder Spieler erhält dann drei sogenannte Bolas – das sind zwei Golfbälle, die über eine Schnur miteinander verbunden sind. Ziel ist die Bolas so zu werfen, dass sie sich um eine der Sprossen winden. Punkte bekommt man nur für die, die hängen bleibt und die nicht von einer Bola eines anderen Spielers umwickelt ist. Das führt natürlich zu aberwitzigen Würfen, bei denen jeder versucht, die Bolas seiner Mitspieler „abzuhängen.“ Aber auch wenn es nicht gelingt, macht es Spaß und führt zu viel Gelächter.

Aus dem Rahmen gefallen

Zwei Punkte fielen dieses Jahr aus dem Rahmen: Harold Steeb, lange Jahre Gruppenleiter in der Reha-Werkstatt und Dietrich Vonhoff, Geschäftsführer der Theo-Lorch-Werkstätten, nutzten das Sportfest um sich von den Beschäftigten des Standorts Reha-Werkstatt zu verabschieden. Harold Steeb ist Ende Mai in den Ruhestand gegangen. Wie es so seine Art ist, wollte er sich still und ruhig verabschieden, aber da haben ihm die Kollegen einen Strich durch die Rechnung gemacht und ihn beim Sportfest noch einmal hochleben lassen und ihm Geschenke und gute Wünsche mit auf den Weg gegeben. Auch wenn Harold Steeb nicht gerne im Mittelpunkt steht, hat er sich doch gefreut über die Anerkennung der Kollegen.

Die Geschichte vom Prophet und vom Berg

Dietrich Vonhoff wird Ende September in den Ruhestand verabschiedet [s. a. Stabwechsel und das Interview]. Inzwischen arbeiten über 1000 Menschen bei den Theo-Lorch-Werkstätten. Da war es dem Geschäftsführer leider nicht möglich, alle an einem Ort zusammen zu bringen. Wenn der Prophet nicht zum Berg gehen kann, dann muss der Berg eben zum Propheten kommen. Darum wollte es sich Dietrich Vonhoff nicht nehmen lassen, sich bei allen zu verabschieden und macht nun die Runde an allen Standorten, um „Tschüss“ zu sagen. Damit wären wir aber wieder bei den Traditionen. Schließlich gehört im Schwabenland zu allen Lebenslagen eines dazu: der Hefezopf. Und den bringt Dietrich Vonhoff selbstverständlich zu jedem Abschied mit.