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Wir waren so frei

und haben auf dem Marktplatz in Ludwigsburg gefeiert. Unter dem Motto „Wir sind so frei“ haben die Katholischen und Evangelischen Kirchengemeinden gemeinsam gefeiert, obwohl Luthers Thesen zur Spaltung der Kirche geführt hatte. In Ludwigsburg war das kein Thema. Gerade deshalb wurde ein ökumenisches Fest gefeiert, das durch die beiden Kirchen auf dem Marktplatz eingerahmt wurde.

Spannend waren die verschiedenen Veranstaltungen wie Silent Disco, das Theaterstück „Play Luther“ oder das Taizégebet, die abwechselnd in den beiden Kirchen stattfanden. So pendelten die Besucher immer über den Marktplatz hin und her. Schöner Nebeneffekt: dabei kamen sie auch an den Ständen vorbei, die Einrichtungen der Diakonie und der Caritas aufgebaut hatten. 

Der Theo-Lorch-Werkstätten-Stand hatte bei dem trüben Wetter mit den Werken von »Gestalt und Farbe« ein paar leuchtende Hingucker mitgebracht. Dass es funktioniert, bestätigten die vielen Besucher. Viele erzählten, Ihnen seien schon von der anderen Seite des Marktplatzes die farbenfrohen Bilder ins Auge gefallen und deshalb wollten sie schauen, was wir da mitgebracht hatten. Bei den jungen Besuchern fand dagegen die Buttonmaschine großen Anklang

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Amerikanische Versteigerung

Am Sonntag wurde der Raum zwischen den Kirchen zur Kirche selbst und der Markplatz war beim ökumenischen Gottesdienst gut besucht. Anschließend gab es an den langen Tafeln, die eine Verbindung zwischen der katholischen und der evangelischen Kirche bildeten, Mittagessen für alle. Die weiß gedeckten Tische waren liebevoll geschmückt und viele fleißige Helfer versorgten die Besucher mit Essen.

Die Amerikanische Versteigerung von zwei Fahrrädern und zwei Werken von »Gestalt und Farbe« brachte noch einmal viel Spaß. Martin Strecker, Geschäftsführer der Diakonie im Landkreis und Dr. Martin Wendte, Pfarrer der Friedenskirche in Ludwigsburg, taten alles, um die Besucher zum Mitsteigern zu animieren. Bei einer amerikanischen Versteigerung können die Interessenten in 5 Euro-Schritten mitbieten. Nach einer gewissen Zeit - die genaue Dauer kennt nur der Auktionator – ist die Versteigerung zu Ende und die Person, die als letztes 5 Euro in die Sammelbox geworfen hat, erhält das Objekt.

Waren die Besucher anfangs noch ein wenig zögerlich, kam dank der launigen Moderation immer mehr Schwung in die Sache und die Helfer, die das Geld einsammelten, kamen kaum noch damit nach, über den Marktplatz zu den Bietern zu laufen.

Am Ende kamen so mit Opfer und Versteigerung insgesamt 4.284 Euro zusammen. Das Geld wurde inzwischen an die Diakonie und die Caritas für den Entschuldungsfonds und den Fonds für unverschuldet in Not geratene Menschen in Ludwigsburg übergeben. So wirkt eine schöne und gelungene Veranstaltung noch in den Alltag nach und kann für den einen oder anderen wieder ein wenig mehr Freiheit bringen.