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Ganz ohne Matjes

Wahrscheinlich hat unser Koch letztes Jahr den März-Infobrief gelesen. Da stand zu lesen „Matjes nach Hausfrauenart… - … immer wenn das Gericht auf der Speisekarte steht, weiß jeder, es ist Aschermittwoch. Und wenn Aschermittwoch ist, das weiß inzwischen bei den Theo-Lorch-Werkstätten auch jeder, dann ist Rentnertreffen.“


Dieses Jahr gab es an Aschermittwoch keinen Matjes nach Hausfrauenart. Aber das Rentnertreffen gab es natürlich trotzdem. Wo kämen wir denn da hin? Abgesehen vom fehlenden Matjes, gab es noch ein paar Dinge, die anders waren als sonst. Dietrich Vonhoff war da. Gut, das war er auch in den letzten Jahren immer. Aber normalerweise stand er vorne, begrüßte die Ehemaligen und erzählte, was bei den Theo-Lorch-Werkstätten ansteht. Dieses Jahr war er zum ersten Mal - mit einundzwanzig anderen Ruheständlern - auf der anderen Seite als Zuhörer. Das Rentnerdasein scheint Dietrich Vonhoff gut zu bekommen, er sah gut erholt aus und auch das traditionelle Rentnercredo hat er schon gut verinnerlicht: „Ich habe keine Zeit und immer viel zu tun mit Enkeln, Wandern und Singen.“

Den Part der Begrüßung und der Information übernahm zum ersten Mal der neue Geschäftsführer Stefan Wegner. Vor so viel geballter Fachkompetenz und langjähriger Erfahrung könnte man schon mal nervös werden. Immerhin waren zwei ehemalige Vorstände, ein ehemaliger Geschäftsführer,  Sozialdienst und viele Gruppenleiter und Mitarbeitende aus anderen Bereichen dabei, die über viele Jahre hinweg die Theo-Lorch-Werkstätten mit aufgebaut haben und zu dem gemacht haben, was sie heute sind. Aber wer Stefan Wegner bereits kennen gelernt hat, der weiß, dass ihn so ein Treffen nicht nervös macht, sondern dass er den Austausch genießt und alles aufsaugt, was er hört.

So war es auch dieses Jahr wieder eine schöne Veranstaltung. Neben den Zahlen, Daten und Fakten, die Verwaltungsleiter Joachim Knoll mit im Gepäck hatte, gab es eine Führung durch den Standort Ludwigsburg, wie immer mit viel Hallo von den Beschäftigten und am Ende Kaffee und leckeren Kuchen. Das war dann die Zeit, in der Stefan Wegner besonders die Ohren spitzte: bei all den „weißt-Du-noch-Geschichten?“ kann man sehr viel über die offizielle Geschichte der Theo-Lorch-Werkstätten und auch manche lustige Anekdote der inoffiziellen Art erfahren.