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Die Theo-Lorch-Werkstätten wieder ganz narrisch

Wenn Helene und Wolfgang wieder über die Flure wummern, dann weiß jeder bei den Theo-Lorch-Werkstätten: für kurze Zeit herrscht der Ausnahmezustand und die Werkstätten sind fest in Narrenhand. Alle Standorte haben dabei ihre eigenen Faschingstraditionen und jedes Jahr lassen sie sich aufs Neue viele tolle Dinge einfallen.


Den Auftakt des närrischen Reigens machte dieses Jahr der Standort-Bottwartal. Das ist zwar der kleinste und jüngste Standort, das wurde aber durch das größte Programm mehr als ausgeglichen: Unter dem Motto „Bunt und Munter“ traten die zwei singenden Bottwartaler Kollegen als Punker und Biene Maja auf. Ein Sketch wurde aufgeführt. Boney M. trat als Duo auf, bevor es Hip Hop gab. Nicht nur die Beschäftigten hatten ein tolles Programm, auch die Oberstenfelder Schlehenbeucher traten ebenso auf, wie die Mistelhexen aus Neckarweihingen mit ihrem Funkenmariechen. Der einzige Kritikpunkt, der geäußert wurde: es war nicht die gleiche Mistelhexe wie letztes Jahr, die die Ansagen gemacht hat. Na dann.

Bietigheim und Ludwigsburg feierten beide am Schmotzige Dunschtig – auch bekannt als Altweiberfasnet. Ludwigsburg hatte sich „Tierisch Lustig“ als Motto gegeben. Darum verwunderte es kaum, dass man ganzen Bienenschwärmen über den Weg lief. Der FuB stimmte zum Start erst mal ein Lied an. „Wir wollen feiern“ war die klare Botschaft, die dann alle bei Karaoke und der Reise nach Jerusalem eifrig in die Tat umsetzten. In Bietigheim war dieses Jahr „Mittelalter“ angesagt. Die Gruppe 133 hatte sich dafür richtig ins Zeug gelegt und bereits im Vorfeld Kostüme für die Ritter der Tafelrunde gebastelt. Auch die Geistlichkeit wurde bei dem Treiben gesichtet. Ein mittelalterlicher Dudelsackspieler stimmte alle auf die längst vergangenen Zeiten ein. Die Bietigheimer Wobachspatzen sind mit ihren Tanzaufführungen seit vielen Jahren ein fester und beliebter Bestandteil des Programms. Die Preise bei der Kostümprämierung blieben dieses Jahr ausschließlich in weibliche Hand: die holden Maiden Susanne Rebstock, Nirgül Dil und Sofia Ispoglidou wurden prämiert.

Für die Reha-Werkstatt findet Fasching traditionell am Rosenmontag statt. In der Kastanienallee (KA) lief alles unter dem Motto „Helau und Alaaf“ – passend zum Rosenmontag, der ja bei den Jecken am Rhein besonders gefeiert wird. Die Reise nach Jerusalem und Kostümprämierung waren ebenfalls Höhepunkte der dies-jährigen Session in der KA. Besonders freuten sich alle über den Besuch ehemaliger Kollegen, die bei der fröhlichen Feier mitmachten. Die BIA-Gruppe bei Benseler in Kornwestheim feierte dieses Jahr separat Fasching. Hier galt für alle „Lasst uns lustig sein.“ Das ließen sie sich nicht zweimal sagen und tanzten mit ausgelassener Stimmung Polonaise durch die Räume. Auch wenn separat gefeiert wurde, Kostümprämierungen durften auch dort nicht fehlen.

So unterschiedlich die Sozialdienste die Feiern an jedem Standort vorbereiten, zwei Sachen sind immer gleich: 1.) überall gibt es natürlich auch reichlich Essen und Getränke, schließlich beginnt danach die Fastenzeit und überhaupt, tanzen ist anstrengend und 2.) herrschte an allen Standorten eine fröhliche und ausgelassene Stimmung.