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89 Prozent Einsparpotenzial - Die Reha-Werkstatt erstrahlt in neuem Licht

Diese Zahl muss man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen: Neun-und-Achtzig Prozent im Jahr! Und das nur mit dem Austausch von ein paar Lampen. Naja, ganz so einfach war es dann doch nicht.

Aber erst einmal der Reihe nach: Bereits 2018 wurden die Räumlichkeiten der Reha-Werkstatt in der Kastanienallee umstrukturiert und dabei auch gleich mit neuem Boden, neuer IT-und Elektroverkabelung und frisch gestrichenen Wänden versehen (wir berichteten). Das Einzige, das damals nicht umgesetzt wurde, war der Austausch der Beleuchtung. 2019 war es dann soweit:
109 Kompaktleuchtstofflampen - im Volksmund auch Neonröhren genannt - wurden in dreiwöchiger Arbeitszeit durch LED-Leuchten ersetzt. Obwohl die Baumaßnahme im laufenden Betrieb der Reha-Werkstatt stattfand, erfolgte der Austausch reibungslos.

Mit 39.000 Euro waren die Lampen einer der größten Posten im gesamten Bauvolumen von 74.000 Euro. Daher freuten sich die Theo-Lorch-Werkstätten auch über eine Zuwendung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages hat das Ministerium im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative 9.703 Euro Fördergelder für die Maßnahme bereitgestellt.

Das Bundesministerium erläutert seine Intention folgendermaßen: "Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen." [Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit]

Und wie die Theo-Lorch-werkstätten von der Maßnahme profitieren, vor allem aber auch die Umwelt: Die neue Beleuchtungsanlage verbraucht nur noch etwas mehr als 10% der alten Anlage. In Zahlen bedeutet das: statt 33.354 Kilowattstunden verbrauchen die neuen Lampen nur noch 3.726 Kilowattstunden auf das Jahr gesehen. Auf die Lebensdauer von 20 Jahren gerechnet bedeutet das eine Verminderung des CO²-Ausstoßes von 349,61 Tonnen! Damit Sie es sich besser vorstellen können: das entspricht etwa dem dem Gewicht von beinahe 9 LKWs der Kategorie 40-Tonner. Damit verfolgen die Theo-Lorch-Werkstätten konsequent ihre Ziele im Bereich Nachhaltigkeit weiter. Neben der Umwelt wird aber auch der Geldbeutel geschont, denn knapp 30.000 Kilowattstunden Strom sparen im Jahr macht sich im Geldbeutel schon deutlich bemerkbar. Und Gutes für die Umwelt tun und dabei auch noch Geld sparen, das freut im Schwabenländle bekanntlich jeden.