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Grundsteinlegung

Oder was man heute so darunter versteht

Früher war es ja ganz einfach und sowieso alles besser. Da hat man einen hohlen Grundstein gelegt und wenn es ganz offiziell sein sollte, dann hat man in den hohlen Stein eine Zeitkapsel gelegt. In die Zeitkapsel kamen lauter Dinge, die für die Nachwelt als Information bestimmt waren. Bei einfacheren Bauten kam im Mittelalter nur ein Zettel in das Gefache [das sind die Zwischenräume im Fachwerkhaus] hinein.

Tja, was macht man aber, wenn es gar keine hohlen Grundsteine in einem Bau gibt? Geht auch.
Man packt einfach ein Köfferchen, das normalerweise für den Tauchbedarf vorgesehen ist - und damit wasser- und staubdicht - mit allem, was einem wichtig ist. Geht damit auf die Baustelle, stellt es in einen Zwischenraum und dann heißt es nicht 'Wasser marsch' sondern 'Beton marsch!'

Genau so hat es der Koordinator für die Zweigwerkstatt Bottwartal, Werner Weiß, Ende Juli gemacht. Direkt da, wo später einmal der Arbeitsbereich sein wird, steht nun der Koffer gefüllt, mit allem was wir der Nachwelt erhalten wollen.

Sollte also in vielen hundert Jahren das Gebäude einmal abgerissen werden, dann können die Historiker und Forscher dieser Zeit mit dem Inhalt der Zeitkapsel feststellen, wozu das Gebäude in unserer Zeit genutzt wurde.

Wie so eine moderne Grundsteinlegung aussieht, das können wir Ihnen
hier mit Bildern mal demonstrieren:

Falls Sie nun nicht gerade viele hundert Jahre warten wolllen, um herauszufinden, was in der Zeitkapsel war, wir verraten es Ihnen:

Das Gemeindeblatt von Großbottwar und die Marbacher Zeitung mit dem Bericht über den Spatenstich am 27. Mai 2011. Eine Flasche Trollinger. Ein T-Shirt der Theo-Lorch-Werkstätten und eine handgefertigte Tasche aus den Theo-Lorch-Werkstätten mit unserem Hausprospekt, in dem genau beschrieben wird wer wir sind und was wir machen.

Aber nicht weitersagen, denn der Inhalt einer Zeitkapsel ist 'Pssst, geheim!'

Seit kurzem nicht mehr geheim ist der Plan, wie die Werkstatt mal aussehen soll. Jeder, der an der Baustelle vorbei läuft, kann es sich anhand des Bauschilds bestimmt genau vorstellen:

Und wenn Sie jetzt hoffentlich neugierig geworden sind, wie das alles später in echt sein wird, 
dann schauen Sie doch einfach am 23. Oktober 2011 ab 11:00 Uhr in der Hoftalstraße 2 in Großbottwar vorbei. Da feiern wir ein Baustellenfest und zeigen Ihnen, wo später geschafft, gegessen und gelacht wird.